GGL-Studie enthüllt: 77 Prozent des Online-Glücksspiels in Deutschland fließt über lizenzierte Betreiber
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) veröffentlichte Mitte März 2026 Ergebnisse einer beauftragten Studie, die zeigen, dass 77 Prozent des Online-Glücksspielvolumens in Deutschland über lizenzierte Betreiber abgewickelt werden. Die verbleibenden 22,97 Prozent entfallen auf nicht regulierte Anbieter. Diese Zahlen basieren auf einer Analyse des Marktes und bestätigen Annahmen, die bereits zuvor in Fachkreisen diskutiert wurden.Details zur Marktkanalisierung und Studie
Die Untersuchung, die als Grundlage für die Einschätzung diente, nutzte referenzwertbasierte Methoden, um den Anteil regulierter Aktivitäten zu ermitteln. Experten, die solche Analysen durchführen, beobachten dabei, wie Spielerströme zwischen legalen und illegalen Plattformen verteilt sind, während sie gleichzeitig Faktoren wie Werbebeschränkungen und Zugangsbarrieren einbeziehen. Die GGL hat diese Erkenntnisse nun öffentlich gemacht und betont, dass sie als Basis für weitere politische Gespräche dienen sollen.
Ronald Benter, der CEO der Behörde, erläuterte in diesem Zusammenhang, dass die Ergebnisse frühere Schätzungen untermauern und in laufende Debatten über mögliche Anpassungen des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 einfließen werden. Der Vertrag regelt seit seiner Einführung den Rahmen für Online-Glücksspiel und zielt darauf ab, Spielerschutz sowie Marktsicherheit zu stärken. Beobachter, die den Prozess verfolgen, merken an, dass solche Daten helfen, Lücken im System zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zu entwickeln.
Auswirkungen auf den Glücksspielstaatsvertrag
Der Interstate Treaty on Gambling aus dem Jahr 2021 bildet das Fundament der aktuellen Regulierung, und die Studie liefert frische Impulse für Diskussionen darüber, ob und wie Anpassungen vorgenommen werden könnten. Forscher und Regulierungsbehörden analysieren derzeit, inwiefern der Anteil unregulierter Anbieter durch verbesserte Kontrollen oder erweiterte Lizenzmodelle reduziert werden kann. Dabei spielen Aspekte wie technische Überwachung und internationale Kooperationen eine Rolle, da viele nicht lizenzierte Plattformen ihren Sitz außerhalb Deutschlands haben.
Die GGL plant, diese Erkenntnisse in Gespräche mit den Bundesländern und anderen Stakeholdern einzubringen, wobei der Fokus auf einer nachhaltigen Kanalisierung des Marktes liegt. Solche Schritte sollen sicherstellen, dass mehr Aktivitäten unter Aufsicht stattfinden, was wiederum den Schutz vor problematischem Spielverhalten verbessern kann. In Mai 2026 werden weitere Sitzungen erwartet, bei denen die Studie als zentraler Referenzpunkt dienen wird.

Hintergründe und zukünftige Entwicklungen
Seit der Einrichtung der GGL als zentrale Aufsichtsbehörde im Jahr 2021 hat sich der Fokus verstärkt auf die Kanalisierung des Online-Marktes gerichtet. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Fortschritte erzielt wurden, doch der verbleibende Anteil unregulierter Aktivitäten bleibt ein Thema, das weiterhin Aufmerksamkeit erfordert. Daten aus vergleichbaren Studien in anderen europäischen Ländern deuten darauf hin, dass ähnliche Muster auftreten können, wenn regulatorische Rahmenbedingungen nicht kontinuierlich angepasst werden.
Experten, die den deutschen Markt beobachten, verweisen darauf, dass eine höhere Kanalisierungsrate langfristig Vorteile für Verbraucher und Staat bringen kann, da lizenzierte Anbieter strengen Auflagen unterliegen. Die Studie liefert hierzu konkrete Anhaltspunkte und wird in den kommenden Monaten als Grundlage für gezielte Maßnahmen dienen. Ronald Benter und sein Team arbeiten bereits an Strategien, um die Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.
Schlussfolgerung
Die Veröffentlichung der GGL-Studie markiert einen wichtigen Schritt in der Bewertung des deutschen Online-Glücksspielmarktes, da sie klare Zahlen zur Verteilung zwischen regulierten und unregulierten Angeboten liefert. Mit 77 Prozent über lizenzierte Betreiber und 22,97 Prozent über andere Kanäle ergeben sich konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung des Glücksspielstaatsvertrags. Die Behörde wird diese Daten nutzen, um Diskussionen voranzutreiben und mögliche Optimierungen vorzubereiten, während der Markt weiterhin unter Beobachtung bleibt. Weitere Updates sind für die kommenden Monate vorgesehen, um die Umsetzung der Erkenntnisse zu begleiten.